Sprechen - Lachen - tolle Sachen!

Kindergartenkinder in der Sprachentwicklung begleiten und stärken
Veröffentlicht am: 29. September 2021
Aktualisiert am: 3. Oktober 2021
Lesezeit: 10 min
Preis: € 7,00

Sprechen - Lachen - tolle Sachen!

Inhalt

Das Spiel mit Aurelias Fliegenklatschen
Das “Guck in den Kochtopf” Spiel
Das “Dings-Bums-Spiel”
Ara, der Silbenkönig?
Ene mene miele, in welcher Hand sind viele?
Ohrenspitzer
Verkehrte Welt
Abschluss

Sprachspiele im Alltag - Anregungen für Eltern und PädagogInnen

Hier bekommst du Sprachspiele für den Alltag, die in jedem Haushalt gespielt werden können und (fast) nix kosten. Einfach, bewährt, vielseitig verwendbar für zu Hause und auch für PädagogInnen im Kindergarten.

Jedes Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann.

— Wolfgang Meier

Dein Kind ist sehr schüchtern, oft weinerlich, kann Wörter nicht richtig aussprechen und traut sich daher wenig mit Erwachsenen oder anderen Kindern sprechen?

Dein Kind redet und redet, spricht viel zu schnell, du kannst es kaum verstehen, wenn aus seinem Mund alle Wörter auf einmal raussprudeln?

Dein Kind redet komisch, spricht keine ganzen Sätze, kann bestimmte Laute nicht bilden, versteht dich oft nicht oder will dich nicht verstehen?

Dein Kind ist wütend, kann nicht wirklich erklären warum und manchmal wird es dann richtig zornig?

Du und dein Kind, ihr beide habt noch etwas Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, weil eure Muttersprache eine andere ist?

Kurzum, die Sprache deines Kindes ist (noch) nicht altersentsprechend und du bist von PädagogInnen, der Leiterin im Kindergarten, vom Kinderarzt oder von einer Freundin diesbezüglich schon öfter angesprochen worden. Vielleicht hast du schon einen Termin beim Kinderarzt, bei der Logopädin vereinbart und dein Sohn oder deine Tochter haben bereits spezielle Sprachförderung im Kindergarten. Wahrscheinlich hast du auch schon einige Sprachspiele gekauft, weil es dir sehr wichtig ist, dein Kind zu unterstützen.

Was aber, wenn dein Kind keine oder wenig Lust hat zu sprechen, zuzuhören, Wörter richtig zu sprechen oder überhaupt die Sprachförderung verweigert, aus welchen Gründen auch immer?

Da wäre es doch cool, wenn du ein paar Tipps und Ideen parat hättest, die genau hier ansetzen - nämlich bei der Motivation. Wie kann ich mein Kind motivieren zu sprechen, ohne dass es bemerkt, dass da so nebenbei die Sprachentwicklung gefördert wird? Sprache lernen mit allen Sinnen, gelingt einfach besser und kann richtig Spaß machen.

Sprechfreude und Begeisterung wecken - Wie geht das?

Elterntipps zur frühen sprachlichen Förderung

Was kannst du im Alltag als Mutter, Vater, Oma oder Opa zur frühen sprachlichen Förderung deines Kindes beitragen?

Kinder sollen Sprache als etwas Schönes erleben. Vor allem aber belebt Sprache den Geist und das Denken. Sie ermöglicht es sich Dinge vorzustellen, Zusammenhänge zu verstehen und Wissen anzueignen. Kinder erobern das “Werkzeug Sprache” in ihrem eigenen Tempo, je nach Temperament und Persönlichkeit.

Sprachförderung sollte am besten IMMER und ÜBERALL stattfinden: Kinder lernen Sprache durch Gespräche im Alltag mit den wichtigen Bezugspersonen ihres Lebens - beim Spielen, beim Einkaufen, beim Kochen, beim Autowaschen, beim Kuscheln, beim Unkraut jäten… Nimm dir Zeit, wenn du mit deinem Kind sprichst - nicht so nebenbei!

Beobachte, was dein Kind besonders interessiert - da bieten sich viele Gesprächsimpulse an.

Stelle viele Fragen, bei denen es nicht genügt nur mit Ja/Nein oder einem Wort zu reagieren.

Was hast du heute im Kindergarten alles gemacht? Erzähl mal!

Nicht: “Wie war es heute im Kindergarten?” Darauf bekommt man meist nur ein Wort als Rückmeldung.
”Cool” oder “Langweilig”.

Wiederhole Wörter im Gespräch immer wieder:

  • Was ist das denn?

  • Ein Hase!

  • Ja, das ist ein Hase!

  • Schau, was macht der Hase jetzt?

  • Wo ist der Hase hin gehoppelt?

  • Was wird der Hase da wohl machen?

Sprich nicht in der Babysprache mit deinem Kind. Wie soll das Kind die richtigen Worte abspeichern, wenn es Mama und Papa verniedlichen. “Schau, da ist ein “Hasi!” Viel besser wäre: “Schau da läuft ein Hase!”

Begib dich auf Augenhöhe deines Kindes, um direkten Blickkontakt zu haben. Du hast dann nicht nur eine bessere Aufmerksamkeit, sondern dein Kind kann auch deine Mimik sehen und deuten und kann besser mit dir kommunizieren.

Hör deinem Kind achtsam zu, wenn es etwas erzählt. Lass ihm Zeit seine Gedanken in Worte zu fassen. und unterbrich es nicht, weil es dir vielleicht zu lange dauert.

Baue immer wiederkehrende Rituale in den Alltag ein. z.B. ein Essensritual, oder die abendliche gute Nacht Geschichte. Repetitionen sind wichtig. Durch Wiederholungen kann das Kind Wörter und Sätze vertiefen und sich diese besser merken.

Schau dir mit deinem Kind möglichst oft Bilder, Fotos und Bilderbücher an. Am besten ohne Nebengeräusche (Fernseher, Radio).

Im Elternratgeber “Sprache entdecken” des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Linz, Institut für Sinnes und Sprachneurologie findest du auch viel Wissenswertes über die Sprachentwicklung des Kindes.

Bei meinen Sprachfördereinheiten im Kindergarten begleiten mich wie immer “Ara, Aurelia und der kleine Anton,” meine kuschelige Papageienfamilie. Die drei sind neugierig, oft richtige Spaßvögel, verwickeln die Kinder in Gespräche und lieben lustige Sprachspiele.

Ich möchte dir nun 8 Sprachspiele vorstellen und ich bin mir sicher, es ist ein Spiel dabei, das dir und deinem Kind Freude bereitet, euch richtig Spaß macht und so nebenbei bei der Sprachentwicklung behilflich ist.

8 Sprachspiele die RICHTIG Spaß machen!

  • Viele bunte Smarties - das Papageien-Farben-Spiel

  • Das Spiel mit Aurelias Fliegenklatschen

  • Das “Guck in den Kochtopf Spiel” von ARA

  • Das “Dings Bums Spiel”

  • Ara der Silbenkönig

  • Ene Mene Miele

  • Ohrenspitzer

  • Verkehrte Welt

Vielleicht hast du Lust, das eine oder andere Spiel mit deinem Kind auszuprobieren. Viel Freude und Spaß beim Experimentieren mit der deutschen Sprache. Lass dich inspirieren…

Viele bunte Smarties - das Papageien-Farben-Spiel

Lernziele:

  • Sprechfreude wecken

  • Wortschatz - Produktion

  • Erlernen und Vertiefen von Farben

Du brauchst:

  • 6 gleiche kleine Pillendosen, auch leere Zündholzschachteln oder andere kleine Behälter, die zuhause irgendwo rumliegen, können zu diesem Spiel verwendet werden, vorausgesetzt sie sehen alle gleich aus.

  • 1 Farbwürfel - auch diesen kann man selber gestalten mit Klebepunkten oder einfach bemalen. Bunte Smarties und/oder bunte Perlen oder Glasmurmeln für den Inhalt der Dosen. Falls du die Kinder fragen möchtest, ob sie das Spiel lieber mit Smarties oder bunten Glasmurmeln spielen möchten, kann ich dir gleich sagen: Die Kinder entscheiden sich für Smarties. Damit aber bei oftmaligem Spielen kein Zahnschaden entsteht, verstecke ich immer nur ein Smarties pro Dose, den Rest fülle ich mit bunten Glasmurmeln auf.

Das ist nicht das Ende

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