Eine gute Entscheidung

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Veröffentlicht am: 29. August 2021
Lesezeit: 7 min
Preis: € 6,00

Eine gute Entscheidung

Inhalt

Die richtige Entscheidung
Warum Pro und Contra kontraproduktiv sind
Die positiven Variablen
Eine Entscheidung wird reif
Die gute Entscheidung

Täglich treffen wir unzählige Entscheidungen. Bewusst oder unbewusst. Manche davon haben nur Einfluss auf die darauffolgenden Sekunden, manche aber auf den Rest des Lebens. Genau diese Entscheidungen sind die schwierigsten, weil uns die Schwere unserer eigenen Entscheidungskraft bewusst wird. Über solchen Entscheidungen brüten wir oft wochenlang oder wie in meinem Fall Monate. Kündige ich meinen Job und mache ich mich selbstständig? Soll ich mein Leben in einer anderen Stadt neu beginnen? Starte ich ein neues Projekt mit unsicherem Ausgang und finanziellen Risiken? Was ist richtig, was ist falsch?

Vor gut 2 Jahren wurde mir vom Leben ein Ultimatum gesetzt. Ich musste eine Entscheidung treffen, die - egal wie ich mich entschied - mein ganzes Leben nachhaltig verändern würde. Anhand meiner Erfahrung möchte ich mit euch teilen wie ich zu meiner Entscheidung kam und euch eine Anleitung geben, wie ihr für euch Entscheidungen treffen und gute von schlechten Entscheidungen unterscheiden könnt.

Das Ultimatum

Mit 2018 war ein turbulentes Jahr für mich zu Ende gegangen. Anfang 2019 fühlte ich mich dafür wie ein neuer Mensch: Ich hatte ein gesundheitliches Problem ausgestanden, schwierige Projekte abgeschlossen und zum ersten Mal in meinem Leben (ich war 29 zu diesem Zeitpunkt) lebte ich in einer festen Beziehung. Ich und mein Partner kannten uns zwar schon lange weil wir im selben Unternehmen arbeiteten, aber im Jänner 2019 waren wir gerade mal 1 Monat lang liiert. Rückblickend war das die Ruhe vor dem Sturm, denn das Leben - wie es halt so ist - hielt eine Überraschung für mich parat. Ich erinnere mich an die Situation als ob es gestern gewesen wäre: Mein Partner zog mich in den Besprechungsraum mit den Worten: „Ich muss dir was erzählen.“ Und während er begeistert erzählte, rutschte ich immer tiefer in das bequeme Sofa das dort stand. „Heißt das, du ziehst nach Linz?“, fragte ich am Ende seiner Geschichte. Er antwortete nicht, aber ich wusste er hatte sich bereits entschieden. Unserem Gespräch war ein Telefonat vorangegangen, bei welchem ihm eröffnet wurde, dass er als Nachfolger eines Architekten ein Büro in Linz übernehmen könnte. Ich wusste, das war die Chance auf die er immer gewartet hatte und weil ich wusste wie viel es ihm bedeutet, hätte ich ihn um nichts in der Welt davon abhalten wollen.

Doch die Schwere der Situation traf mich nach und nach. Wochenlang grübelte ich was das für mich bedeuten könnte. Umziehen? Pendeln? Oder in Wien bleiben und die Beziehung aufgeben? Fernbeziehung? Alle Optionen hatten hunderte mögliche Ausgänge. Die folgenden Tage waren bestimmt von meiner Unsicherheit. Bei der Arbeit driftete ich ab, in Gedanken an das was sein könnte - oder eben nicht. Wie konnte ich eine Entscheidung treffen? Es war doch unmöglich vorherzusehen, wie es ausgehen würde! Und so schob ich die Entscheidung vor mir her, hoffte insgeheim, der Deal würde platzen oder es würde sich ein noch besseres Angebot in Wien auftun. Alles nur, um mir die Entscheidung abzunehmen.

Aber den Gefallen tat mir das Leben leider nicht. Die Verhandlungen waren abgeschlossen und Oktober als Start meines Partners, im neuen Büro, festgelegt. Umso näher wir diesem Datum kamen, umso schlimmer wurde es. Meine Gedanken kreisten immer wieder um das Thema und ich war nicht imstande Ordnung zu schaffen. Das Thema wurde zur Zerreißprobe für unsere Beziehung, denn wann immer er enthusiastisch von den Möglichkeiten in Linz erzählte, schottete ich mich ab, wurde still und reagierte nicht mehr. Innerlich wusste ich: Wenn ich nicht alles verlieren wollte, musste ich mich entscheiden!

Lies weiter und erfahre, warum ich mich auf dem Weg zu meiner Entscheidung erst mal davon abwenden musste, die richtige Entscheidung treffen zu wollen, was mich in die falsche Richtung führte und welche Denkmuster ich durchbrechen musste um herauszufinden, was ich wirklich wollte. Zum Schluss gibt es natürlich die Auflösung: Hat meine Entscheidung sich als gut erwiesen?

Das ist nicht das Ende

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